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Foto Martina Goslar (c)

 

 

 

 

Spitze sind historische Dokumente
der Kynologie.

Eberhard Trumler
Spitze gehören zu den ältesten uns bekannten Hunderassen und auch ihre Entstehung verschwimmt im Nebel der Vergangenheit.
Erste Funde eines spitzartigen Hundes, dem prähistorischen Torfhund, fanden sich bei Ausgrabungen an Pfahlbauten aus der ca. 5000 Jahre zurückliegenden Jungsteinzeit.
Spitzdarstellungen findet man aber auch im alten Griechenland und Rom.
Während die adlige Gesellschaft in späterer Zeit eher Jagdhunde bevorzugte, war der Spitz als Wach- , Hüte- und Begleithund, das nahezu unentbehrliche "Allround-“ Talent des Volkes.

Foto Martina Goslar (c)

Schon immer unterschieden sich die Spitze stark in Farbe und Größe, so schrieb Ludwig  Beckmann Ende des
19. Jahrhunders (in „Geschichte und Beschreibung der Rassen des Hundes", 1895) dass der sich „sicher vererbende graue Spitz (auch Wolfsspitz, gewöhnlicher Spitz oder Fuhrnmannsspitz genannt)“ als älteste „constante Rasse“ bezeichnet werden kann und auch die dort beschriebenen Rassezeichen von 1882 sind dem heutigen FCI Standard Nr. 97 doch sehr ähnlich, der, einen Hund mit wunderschönem Haarkleid, dass reichlich Unterwolle besitzt, beschreibt und dessen fuchsähnlicher Kopf, mit flinke Augen und spitzen, kleinen, engstehenden Ohren, ihm sein charakteristisches keckes Aussehen gibt.
Die Farbe des Wolfsspitzes ist graugewolkt, d.h. silbergrau mit schwarzen Haarspitzen in verschiedenen Schattierungen.

foto_goslar_wolfsspitz_04Vom Charakter her ist der Wolfsspitz als wesensstarker, aufmerksamer, lebhafter und äußerst anhänglicher Hund gekennzeichnet, dessen leichte Erziehbarkeit und nicht ausgeprägter Jagdtrieb, ihn  zu einem idealen Hausgenossen machen. Fremden gegenüber ist er mißtrauisch, ohne agressiv zu sein.

Obwohl der Wolfsspitz (auch gewöhnlicher Spitz) immer irgendwie präsent war, ging bereits im 19. Jahrhundert sein Bestand immer mehr zurück, bis sich der 1899 gegründete Verein für Deutsche Spitze seiner annahm und 1913 das erste Zuchtbuch des VDH für Wolfsspitze mit damals 215 registrierten Tieren erschien, die zumeist unbekannter Herkunft waren.
Bis auf eine kurze Nachkriegsphase  ist der Wolfsspitz, trotz hervorragender Eigenschaften, nie zu einem Modehund geworden und man sieht ihn auch in der heutigen Zeit leider nur noch selten.
Lt. Welpenstatistik des VDH wurden in Deutschland in den letzten 10 Jahren im Durchschnitt etwa 150 Wolfsspitzwelpen pro Jahr geboren.
 
Foto Martina Goslar (c)





Bescheiden, zufrieden und anspruchslos,
ja das war der Spitz in vollkommen mustergültiger Weise.
Deshalb war er auch gerade geeignet,
ohne missmutig oder gar krank zu werden,
Strapazen zu ertragen und dem Wetter zu trotzen,
wie es kein anderer Hund vermochte ...

Thomas Hering, 1875
© Martina Goslar, 2011

 

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